Institut für Wirbelsäulenforschung an der Ruhr-Universität Bochum e. V.
Viktoriastr. 66-70
44787 Bochum
Telefax: 0234 / 77 05 70
Institut für Wirbelsäulenforschung an der Ruhr-Universität BochumRückenschule bei lumbaler Spinalkanalstenose

Rückenschule bei lumbaler Spinalkanalstenose

Inhalt

Begriffsbestimmungen Spinalkanalstenose

Lumbale Spinalkanalstenose, Abkürzung LSS, bedeutet Einengung des Wirbelkanals im Bereich der Lendenwirbelsäule. Andere Bezeichnungen sind Lumbalstenose, enger Spinalkanal, engl. Lumbar Spinal Stenosis Abkürzung auch LSS. Die Gehbehinderung heißt Claudicatio spinalis oder neurogene Claudicatio im Gegensatz zur Gehbeeinträchtigung bei Durchblutungsstörungen, die man Claudicatio vascularis nennt sog. Schaufensterkrankheit. Die Einengung der Wirbelsäule durch Verschleißerscheinungen wird auch degenerative Spinalkanalstenose genannt. Sie ist die häufigste Formder Wirbelkanaleinengung und entsteht meistens erst nach dem 60. Lebensjahr. Die lumbale Spinalkanalstenose ist eine Alterserscheinung. Als Krankheit wird sie erst bezeichnet, wenn auch Beschwerden auftreten, was keineswegs immer der Fall sein muss. Die beschwerdeauslösende Einengung des Wirbelkanals nennt man dann symptomatische Spinalkanalstenose. Etwa 20% aller Menschen über 65 Jahre haben einen altersbedingten engen Wirbelkanal, aber nur 1-2% haben Beschwerden.

Die typischen Symptome stellen sich beim Gehen und Stehen ein und äußern sich in Rückenschmerzen, Taubheitsgefühl, Schmerzen, Kribbeln und Schwäche in den Beinen. Durch Stehenbleiben mit leichter Vorneigung oder Hinsetzen verschwinden bzw. bessern sich die Symptome. Wir nennen sie deswegen Schaufensterkrankheit der Wirbelsäule.

Im CT oder MRT sieht man oft eindrucksvolle Einengungen des Wirbelkanals in einer oder mehreren Etagen, die jedoch nur im Zusammenhang mit entsprechenden Symptomen einen Krankheitswert besitzen.

Rückenschule bei lumbaler Spinalkanalstenose © www.inwifo.de